Die MPS-Zertifizierung, Beleuchtung dieses Labels

Was verbirgt sich hinter diesen stets in Großbuchstaben geschriebenen Buchstaben? Im Jahr 1993 nahm die Organisation ihre Tätigkeit in Holland auf. Im Jahr 2020 umfasste die MPS-Zertifizierung 52 Länder.

Wie funktioniert das Ganze? 

Die Zertifizierung bietet das, was man in der Branche als Standards bezeichnet. Der MPS-ABC-Standard ist der Standard, der sich an Züchter richtet.


Sein Ziel? Die Umweltleistung ihrer Aktivitäten anhand verschiedener Themenbereiche zu bewerten: 

  • Pflanzenschutz 
  • Verwendung von Düngemitteln 
  • Energieverbrauch 
  • Wassermanagement 
  • Abfallmanagement 
  • Herkunft des Pflanzenmaterials 

Was müssen die Züchter in der Praxis tun?  

Um zu messen, braucht man Daten. Die Züchter müssen also alle Daten, die aus ihrer Produktion stammen, aufzeichnen, damit eine unabhängige Organisation, die die Zertifikate ausstellt, diese im Rahmen eines Feldaudits sammeln kann.

Je nachdem, wie sich die landwirtschaftlichen Praktiken auf die Umwelt auswirken, und nach den verschiedenen, oben genannten Kategorien werden den Züchtern Punkte zugeteilt. MPS A+, MPS-A, MPS-B oder MPS-C - wecken diese Noten bei dir alte Erinnerungen?

Wie in der Schule erhalten sie ein Ergebnis, um eingestuft zu werden, wobei die höchste Punktzahl, wie du dir vielleicht schon gedacht hast, A+ ist.

Um sicherzustellen, dass keine unerlaubten Behandlungen durch die Maschen des Netzes fallen, werden die Kulturen der qualifizierten Teilnehmer mindestens einmal im Jahr beprobt.

Was ist mit Düngemitteln und Pestiziden?  

Die MPS-Zertifizierung hat eine Methode entwickelt, mit der alle von einem Wirkstoff ausgehenden Risiken für die Umwelt, in der er wirkt, bewertet werden können. Um diese Prüfung durchzuführen, arbeiten sie mit zuverlässigen öffentlichen Quellen und klassifizieren die betreffenden Stoffe anhand von 3 Faktoren: 

Die langfristige wie auch die kürzeste Toxizität für Menschen, Vögel, Wasserlebewesen, natürliche Raubtiere, Bodenlebewesen etc.

Je länger ein Stoff persistiert, desto größer ist das Risiko, dass seine Eigenschaften für Mensch und Umwelt schädlich sind. Dies wird durch die Geschwindigkeit des Abbaus und/oder die Akkumulation des Stoffes in der Nahrungskette beeinflusst.

Es ist allgemein bekannt, dass Winde und Strömungen alles mit sich reißen, daher ist es wichtig zu wissen, wie weit sich ein Stoff ausbreiten kann. 

ABER NOCH MEHR...

Neben den Umweltproblemen bietet MPS auch Zertifizierungen an, die den sozialen Herausforderungen der Gartenbaubranche Rechnung tragen, insbesondere mit MPS-SQ. Seine Standards, die auf den Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation basieren, garantieren, dass der zertifizierte Züchter Maßnahmen ergreift, die es den Menschen ermöglichen, unter guten Bedingungen zu arbeiten.

Diese Zertifizierung ist um zwei große Themenbereiche herum strukturiert: 

  • Arbeitsbedingungen
  • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.


Im ersten werden z. B. gute Praktiken im Bereich der Antidiskriminierung detailliert aufgeführt: Alle Beschäftigten müssen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Sie müssen aufgrund ihrer Fähigkeit, die geforderten Aufgaben zu erfüllen, eingestellt werden und es dürfen keine Unterschiede aufgrund von Kriterien wie Geschlecht, Alter, Religion usw. gemacht werden.
Weitere Themen sind Mindestlöhne, die den nationalen gesetzlichen Standards entsprechen müssen, sowie Ruhezeiten oder Urlaub.
Im zweiten Themenbereich geht es unter anderem um den Schutz der Beschäftigten bei der Verwendung und Lagerung von Pestiziden. Die Beschäftigten müssen Schulungen zum richtigen Umgang mit den Produkten und zum Tragen von Schutzkleidung und -ausrüstung erhalten, wenn dies erforderlich ist.

Die Experten klassifizieren diese Wirkstoffe in Farben: Schwarz sind die schädlichsten. In Rot die, die nicht weit dahinter liegen, in Orange die, die schädlich sind, aber immerhin ein bisschen weniger und in Grün die, die fast nicht schädlich sind. Du hast es bestimmt schon gemerkt: Wenn eine Substanz auf der schwarzen Liste des MPS-Siegels steht, ist es den zertifizierten Betrieben strengstens verboten, sie zu verwenden. 

Um ein sehr weitreichendes Ergebnis zu erzielen, ergänzen die Experten ihre Analysen durch die Bewertung von Umweltfaktoren, die für das Land, in dem sie tätig sind, spezifisch sind. So können sie besser verstehen, wie sich die Stoffe auf ihre Umgebung auswirken. Dies ist wichtig, da sich Stoffe in trockenen Umgebungen eher über die Luft verbreiten als in Gewässern. 

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